30.10.2026

Call for Papers zu Internationalem Workshop in Berlin im Juni 2027 

In Breslau befand sich einst die drittgrößte jüdische Gemeinde Deutschlands. Vom späten 18. Jahrhundert bis weit ins 20. Jahrhundert hinein prägten zahlreiche jüdische Frauen aus Breslau/Wrocław und Schlesien das Bildungs- und Berufsleben, Politik, Medizin, Philanthropie, und bürgerliche Kultur ebenso wie literarische, religiöse und intellektuelle Debatten. Ihre Lebenswege entfalteten sich häufig in weitgespannten Netzwerken, die religiöse, sprachliche, nationale und berufliche Grenzen überschritten und jüdische, deutsche, polnische und weitere europäische Kontexte miteinander verbanden. Trotz geschlechtsspezifischer und antisemitischer Diskriminierung wirkten sie weit über ihr unmittelbares Umfeld hinaus. 

Das Institut für die Geschichte der deutschen Juden ist Kooperationspartner eines internationalen Workshops, der vom 8. bis 9. Juni 2027 in Berlin stattfinden wird. Für unseren Workshop sind Beiträge willkommen, die sich mit dem Leben, Wirken und Nachleben jüdischer Frauen aus Breslau/Wrocław und Schlesien befassen. Besonders willkommen sind Arbeiten, die individuelle Biografien in ihren breiteren sozialen und kulturellen Kontexten untersuchen.

Als kollaborativer Forschungsworkshop konzipiert, werden die Beiträge im Vorfeld zirkuliert werden. Ausgewählte Beiträge sollen für einen englischsprachigen, begutachteten Sammelband weiterentwickelt werden. Bewerbungen sind sollten bis zum 6. November 2026 an Professorin Lisa Fetheringill Zwicker unter zwicker@iu.edu geschickte werden. 

Zum ausführlichen Call for Papers geht es hier.

 

Bild: Bertha Badt-Strauss, Jewish Women’s Encyclopedia