Sammelband „Deutsch-Jüdische Geschichte und Gegenwart“ und Monografie „Die Hamburger Ehemaligen-Vereine in Israel“ besprochen
Zwei neue Veröffentlichungen des IGdJ wurden positiv von der Fachleserschaft aufgenommen und in Fachzeitschriften bzw. H-Soz-Kult besprochen.
Den von Karen Körber und Björn Siegel herausgegebenen Sammelband „Deutsch-Jüdische Geschichte und Gegenwart“ (Wallstein 2025) rezensierte Alexander Walther in der Historischen Zeitschrift und stellte vor allem dessen Potential für weitere Forschung heraus: „Der schmale Band wirft eine beeindruckende Perspektivenvielfalt auf, die einlädt, jüdisches Leben nach 1945 in beiden deutschen Staaten in seinen Verflechtungen und gegenwärtigen Aushandlungsprozessen weiter zu beobachten.“ Zuvor hatte Bernd Hüttner bereits betont, dass „mehrere, sehr lesenswerte Beiträge“ neue Perspektiven auf die vielfältige, grenzüberschreitende deutsch-jüdische Geschichte nach 1945 aufzeigen und „komplexe Muster und Verflechtungen“ herausarbeiten.
Die Geschichte nach 1945 gestalteten auch ehemalige Hamburgerinnen und Hamburger in Israel mit – wie Jana Matthies in einem Aufsatz im soeben vorgestellten Sammelband skizziert und ausführlicher in ihrer jüngst erschienen Monografie „Die Hamburger Ehemaligen-Vereine in Israel“ (Hentrich & Hentrich 2025) ausführt. Sie macht damit diesen kleinen, längst vergessenen, aber wichtigen Akteur in Hamburgs erinnerungspolitischen Debatten der 1980er und 1990er Jahre sichtbar. Oder, wie Joachim Schlör in seiner Besprechung des Buches für die Zeitschrift Jewish Culture and History schreibt: „Sometimes big questions need small and detailed responses. The small book under review offers a glimpse into a minuscule cultural situation that is, nevertheless, amazingly rich and colourful“. In ihrer Rezension für H-Soz-Kult lobt auch Silja Behre die „anschaulich geschriebene und informative Studie“. Diese fängt, so die Rezensentin, ein „spannendes Zeitphänomen“ ein und leistet einen Beitrag zur „Geschichte dieser deutsch-israelischen Kontakte und der deutschsprachigen Einwanderer in Israel“ – die nicht zuletzt „mit und aus dem Hamburger Institut für die Geschichte der deutschen Juden“ erforscht wird.