16.04.2026

Internationaler Workshop zur Rechtsgeschichte 

Am 13. und 14. April 2026 trafen sich Forschende unterschiedlicher Disziplinen zum internationalen Workshop „Legal Histories of the Other“. Organisiert von Fellow Professor Rotem Giladi zusammen mit Dr. Kim Wünschmann untersuchten die Teilnehmenden, wie in Recht und Geschichte Vorstellungen vom „Anderen“ entlang relationaler Kategorisierungsprozesse ausgehandelt werden, welche wiederum in spezifische Machtstrukturen und historische Situationen eingebettet sind. 

Untersucht wurden Verbindungen einer Rechtsgeschichte des „Anderen“ mit der Entstehung des modernen Nationalstaates, dessen Vorstellungen von Gemeinschaftszugehörigkeit und wachsenden Möglichkeiten der Teilhabe bzw. gewaltsamer Ausgrenzung. Gleichzeitig wurden neue Blicke auch auf Kontexte von imperialer und kolonialer Herrschaft geworfen, die eigene Versionen von „Andersartigkeit“ etablierten und in denen das Recht genutzt wurde, um die Ein- und Ausgrenzung des „Anderen“ zu beeinflussen sowie auch politische Autorität und Hierarchie zu strukturieren und aufrechtzuerhalten. 

Unter den Teilnehmenden waren neben Rotem Giladi und Kim Wünschmann auch Professor Anthony D. Kauders, derzeit ebenfalls Fellow am IGdJ, Professor Orna Alyagon Darr (Sapir College), Prof. Dr. Jochen von Bernstorff (Eberhard Karls Universität Tübingen), Michał P. Garapich (London Metropolitan University), Dr. Sebastian Gehrig (University of Sheffield), Maya Kreiner M.A. (Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Leipzig), Niels Pohl-Schneeberger M.A. (Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München) und Professor Orit Rozin (Tel Aviv University).

 

Der Workshop fand in Kooperation mit der Alfred Toepfer Stiftung F. V. S. statt.