Institut für jüdische Geschichte Österreichs untersucht jüdische Bilder-Geschichten
Vom 8. bis zum 10. Juli 2026 findet in Wien die 34. Internationale Sommerakademie zum Thema „Samson, Superwoman und Krusty der Clown. Jüdische Bilder-Geschichten vom Mittelalter bis in die Gegenwart“ statt. Veranstaltet wird die Sommerakademie vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs in Kooperation mit dem Literaturhaus Wien.
Jüdische Geschichte ist seit mehreren Jahrzehnten ein Stoff, der auch in Comics und Graphic Novels verarbeitet wird. Historische Ereignisse oder die Abenteuer realer und erfundener jüdischer Heldinnen und Helden wurden nicht nur in Comics und Trickfilmen erzählt, sondern auch in der Buchmalerei des Mittelalters oder in frühneuzeitlichen Flugblättern. Die Sommerakademie rückt Selbst- und Fremdbilder, Genres und Medien sowie jüdisch-nichtjüdische Beziehungen ins Bild.
Dr. Kim Wünschmann stellt auf der Sommerakademie die gemeinsam mit Dr. Stefanie Fischer erarbeitet Graphic History „Oberbrechen. A German Village Confronts Its Nazi Past“ vor. Das Buch untersucht die ambivalente jüdisch-nichtjüdische Beziehungsgeschichte im hessischen Dorf vor, während und nach der Shoah. Im Zentrum der Forschung im graphischen Medium steht die Frage: Wie wirkte sich die unterschiedliche lokale Gewalterfahrung auf die Wiederbegegnungen nach 1945 zwischen Vertriebenen und Gebliebene sowie ihrer Angehörigen aus?