17.09.2026

Bericht von der Sommerakademie an der TU Berlin

Dr. Karen Körber und Susanna Kunze, M.A. nahmen an der vierten Sommerakademie Jüdische Lebenswelten in Deutschland teil, die am 7. und 8. September 2026 an der TU Berlin stattfand. 
Die Sommerakademie wurde vom Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert im Rahmen der BMFTR-Förderlinie “Ursachen und Dynamiken des aktuellen Antisemitismus“ organisiert.

Im Zentrum der Tagung stand die Auseinandersetzung mit den heterogenen jüdischen Lebenswelten in Deutschland, die in Vorträgen, Workshops und in zwei Podiumsdiskussionen thematisiert wurden. In den Einführungsvorträgen diskutierten die Referent:innen die Auswirkungen des 7. Oktobers 2023 auf jüdische und israelische Communities in Deutschland, die Lebensrealitäten postmigrantischer Juden und Jüdinnen sowie israelische Migrationen nach Deutschland seit 1948. In sechs Spotlight Vorträgen standen zudem Projekte und Aufgaben gegenwärtiger jüdischer Kinder- und Jugendarbeit im Mittelpunkt.  

An beiden Tagen wurden in verschiedenen, interaktiven Workshops Ansätze von Dialog- und Bildungsarbeit in einer pluralen Gesellschaft vermittelt. Die Referent:innen gewährten vertiefende Einblicke in ihre pädagogischen Konzepte und Bildungsmaterialien sowie in die Chancen und Herausforderungen der schulischen Bildungsarbeit am Beispiel des New Israel Fund (NIF), des Begegnungsprojekts Meet a Jew und des jüdisch-muslimischen Dialogprojekts meet2respect. In weiteren Workshops standen jüdische Perspektiven auf Antisemitismus sowie der Wandel der jüdischen Gemeinschaft infolge jüdischer Migrationen im Mittelpunkt. Insbesondere der von Dr. Karen Körber angebotene Workshop „Antisemitismus, Alltag und Agency. Jüdisches Leben zwischen gestern und heute“ erfreute sich großer Resonanz. Die Tagung ermöglichte zugleich einen Austausch und eine Vernetzung mit Fachkräften aus der Antidiskriminierungsarbeit, der politischen Bildungsarbeit, mit Akteur:innen der schulischen und außerschulischen Bildung sowie mit Wissenschaftler:innen aus dem Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert.

 

 

Bild: Susanna Kunze/ Programmheft und Flyer der Sommerakademie 2026