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Veranstaltungen des IGDJ

27.06.2017 (Dienstag)

Vortragsreihe: Die „Jeckes“ neu verhandelt – gibt es den einen „Typus“ oder viele Einzelbiographien?

18:30

Anja Siegemund (Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum)

„Sie waren bürgerlich, keine Zionisten und gehörten zur ökonomisch besser gestellten Mittelschicht, lernten kaum Hebräisch, kommunizierten vor allem in ihrem abgeschlossenen Milieu auf Deutsch, hatten größte Schwierigkeiten damit, sich kulturell und ‚mental‘ einzugliedern und lebten stattdessen weiter ihren bürgerlichen Habitus; sie leisteten einen großen Beitrag zur Modernisierung des Landes, kannten Disziplin und Ordnung, aber keine Flexibilität, betrachteten die hebräische Kultur mit Geringschätzung, sehnten sich nach Berlin und Wien oder nach dem deutschen Wald …“

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29.06.2017 (Donnerstag)

Filmclub - Diamant Noir

19:00

Im Rahmen des vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden gegründeten JÜDISCHEN FILMCLUBS.

REGIE: Arthur Harari
Arthur Harari wurde 1981 in Paris geboren. Sein Spielfilmdebüt als Regisseur ist ein Neo-noir-Thriller mit »Hamlet-Touch«, der an Rachefantasien antiker Tragödien erinnert. Hararis »dunkler Diamant« spielt in der Welt der jüdischen Diamantenhändler in Antwerpen und verbeugt sich zugleich vor den Traditionen des französischen Noir und amerikanisch-jüdischen Gangsterfilmen wie LITTLE ODESSA..
OF mit englischen Untertiteln

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03.07.2017 (Montag)

Ringvorlesung

18:15 - 19:45

Gottesdarstellungen in Jüdischer Kunst


Depictions of God in Israeli Modern and Contemporary Art
Ronit Sorek

Montags / 18.15-19.45 / Hörsaal ESA H / Edmund-Siemers-Allee1 / 20146 Hamburg

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10.07.2017 (Montag)

Ringvorlesung

18:15 - 19:45

Gottesdarstellungen in Jüdischer Kunst


DIAGRAMMING SABBATIANISM
Yossi Chajes

Montags / 18.15-19.45 / Hörsaal ESA H / Edmund-Siemers-Allee1 / 20146 Hamburg

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11.07.2017 (Dienstag)

Vortragsreihe: Die Biographien David Ben Gurion und Golda Meirs und ihre Beziehungen zu Deutschland im Vergleich – eine israelische Perspektive

18:30

Jenny Hestermann (Fritz Bauer Institut, Frankfurt a.M.)

Die zugewandte Politik Israels gegenüber der demokratischen Bundesrepublik, dem „anderen Deutschland“ (Ben Gurion) war insbesondere in den 1950er Jahren, aber auch noch 1965 zur Zeit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen, in der israelischen Öffentlichkeit und Opposition sehr umstritten..

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13.07.2017 (Donnerstag)

Zwischen Deutsch und Hebräisch. Über die „Gegensprachen“ von Gershom Scholem, Werner Kraft und Ludwig Strauss.

20:00

Vortrag und Gespräch im Jüdischen Salon am Grindel mit LINA BAROUCH

Und auf den Strassen die Säcke der Reisenden/ Und die Sprache fremden Lands“ (Lea Goldberg „Tel Aviv 1934“)

Zwei Sprachen, zwei kulturelle Identitäten? So einfach ist es nicht. Es gibt ein „Dazwischen“, eine Zone des Unbenennbaren, des Schweigens zwischen den Sprachen. Umso mehr, wenn ein durch Emigration und Vertreibung erzwungener Sprachwechsel hinzukommt – ein heute wieder höchst aktuelles Thema..

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18.07.2017 (Dienstag)

Vortragsreihe: Als jüdischer Architekt in Nachkriegsdeutschland. Die Biographie von Hermann Zvi Guttmann als Möglichkeit der Annäherung an eine Epoche

18:30

Alexandra Klei (Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg)

Der Frankfurter Architekt Hermann Zvi Guttmann (1917–1977) plante und baute ab den 1950er Jahren in Westdeutschland Synagogen und Gemeindezentren, Friedhofsbauten, Denkmale und Altenheime (darunter in Hamburg) für die neugegründeten Jüdischen Gemeinden, aber auch Wohn- und Geschäftsbauten für private (jüdische) Bauherren. Er war damit einer der wenigen jüdischen Architekten, der in einer Zeit tätig war, in der das allgemeine Baugeschehen von denjenigen dominiert wurde, die bereits im Nationalsozialismus erfolgreich gebaut hatten..

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03.09.2017 (Sonntag)

Die Wehrmachtsausstellung oder die Rückkehr der Täter [1995-1999]

11:00

Veranstalter: Abaton und Hannes Heer
Der Skandal als vorlauter Bote: Vortrag/Film/Diskussion

Die großen deutschen Geschichtsdebatten als Selbstaufklärung und Schuldaneignung der Gesellschaft

 

Die 1995 eröffnete Ausstellung »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944« präsentierte einen zweiten deutschen Genozid, dem in Jugoslawien und in der Sowjetunion 32 Millionen Menschen zum Opfer gefallen waren..

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01.10.2017 (Sonntag)

Studienexkursion zu „Mendelssohn-Orten" in Hamburg

09:45

Von der Meierei Bartholdy zu den IG Farben, von der Alten Post zu Martens Mühle: „Mendelssohn-Orte“ in Berlin und Hamburg.

In Hamburg (1. 10. 2017) passiert die am Hauptbahnhof startende Bus-Tour u.a. das Quartier der vormaligen „Judenbörse“ (Nähe Neanderstraße), den Platz von Lessings Deutschem Nationaltheater am Gänsemarkt, die Adressen des Geburtshauses der Geschwister Fanny und Felix an der Großen Michaelisstraße und die beider Mendelssohn-Bankhäuser (daselbst wie auch an der Dammtorstraße), die Alte Post als Dominzil des Instituts für Auswärtige Politik, das Viertel der Mendelssohn-Erzieherinnen rund um die Palmaille, das Heine-Haus und den Ort des einstigen Mendelssohn-Sommerhauses „Martens Mühle“ an der Elbchaussee..

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15.10.2017 (Sonntag)

»Der Brandstifter«. Martin Walsers Rede in der Frankfurter Paulskirche [1998]

11:00

Veranstalter: Abaton und Hannes Heer
Der Skandal als vorlauter Bote: Vortrag/Film/Diskussion

Die großen deutschen Geschichtsdebatten als Selbstaufklärung und Schuldaneignung der Gesellschaft

Die Debatte um Martin Walser wurde durch eine Rede ausgelöst, in der der Schriftsteller 1998 das öffentliche Gedenken an den Holocaust als »Dauerpräsentation unserer Schande« angegriffen hatte. Im Streit mit Ignatz Bubis, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Walser für sein Lob des »Wegsehens« und »Verdrängens« als »Brandstifter « bezeichnet hatte, präsentierte dieser sich als Sprecher der »schweigenden Mehrheit«..

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