Newsletter Registrierung

21.04.2015

50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen – Von der Diplomatie zum Zwischenmenschlichen

Tagung vom 20.-22.05.2015 in Köln (Fritz Thyssen Stiftung)

Im Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet und ein Jahr später die Bundesrepublik Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt schien es undenkbar, dass Israel, das Zufluchtsstätte für Juden aus aller Welt sein wollte, mit der BRD, dessen Vorgängerstaat den systematischen Mord an den Juden zu verantworten hatte, jemals offizielle zwischenstaatliche Beziehungen aufnehmen würde.

16 Jahre später, am 12. Mai 1965, nahmen die beiden Länder dann jedoch offizielle diplomatische Beziehungen auf.

Die Anbahnung erster, wenngleich zaghafter und immer wieder von Konflikten geprägter Kontakte zwischen Deutschland und Israel jenseits der offiziellen und staatlichen Diplomatie begann gleichwohl bedeutend früher – auf unterschiedlichen Ebenen.

Im Rahmen der vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Hamburg) in Zusammenarbeit mit der Universität Wuppertal (Dani Kranz) veranstalteten und von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Tagung sollen strikte Abgrenzungen zwischen „offizieller“ Diplomatie und Initiativen im kulturellen Bereich kritisch hinterfragt werden, um so die gegenseitige Beeinflussung und Wegbereitung in den Blick zu nehmen. Es soll um die gleichsam subkutane Annäherung im Vorfeld der diplomatischen Beziehungen gehen.

Wissenschaftler verschiedener Disziplinen werden in historischer Perspektive Schlaglichter auf die Entwicklung der deutsch-israelischen Beziehungen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart zu werfen. Themen wie die Vorgeschichte der offiziellen Diplomatie und Diskussionen um „Wiedergutmachung“ werden dabei ebenso Berücksichtigung finden wie Sport, Bildung(saustausch), Fragen der Staatszugehörigkeit und das Verhältnis der deutschen „Linken“ zu Israel.

Zurück

Einen Kommentar schreiben