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27.09.2021

Dr. Kim Wünschmann neue Direktorin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden

Die Historikerin Dr. Kim Wünschmann wird neue Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden. Ihren Dienst wird sie zum 19. Oktober aufnehmen. Zuletzt war Dr. Kim Wünschmann als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Ludwigs-Maximilians-Universität München (LMU) und als Koordinatorin des Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte der LMU tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Zeitgeschichte, deutsch-jüdische Geschichte, Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust, Geschlechtergeschichte, Rechts- und Diplomatiegeschichte. Sie folgt auf Prof. Dr. Miriam Rürup, die Ende 2020 nach Potsdam an das Moses-Mendelssohn-Zentrum gewechselt war

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Ich freue mich außerordentlich, dass wir mit Dr. Kim Wünschmann eine ausgewiesene Expertin im Bereich der deutsch-jüdischen Zeitgeschichte und Judaistik für das Institut für die Geschichte der deutschen Juden haben gewinnen können. Mit Kim Wünschmann kommt eine international exzellent vernetzte Expertin nach Hamburg, die mit ihrer Erfahrung und ihrer Expertise zur weiteren Profilbildung des IGdJ entscheidend beitragen kann. Ich bin sicher, dass es ihr als neuer Direktorin und dem gesamten Institut gelingt, die Wissenschaft und auch die ganze Stadtgesellschaft mit ihren wichtigen Forschungsvorhaben zu bereichern und dadurch auch noch mehr Menschen die bedeutende jüdische Geschichte Hamburgs näherzubringen. Ich wünsche Dr. Kim Wünschmann für die bevorstehenden Aufgaben eine glückliche Hand, inspirierende Begegnungen und heiße sie im Namen des Senats herzlich in Hamburg willkommen.“

Dr. Kim Wünschmann, Direktorin Institut für die Geschichte der deutschen Juden: „Jüdisches Leben in Hamburg hat eine bewegende Geschichte, die über 400 Jahre zurückreicht. An ihrer Erforschung wirkt seit seiner Gründung 1966 das Institut für die Geschichte der deutschen Juden mit. Diese mittlerweile selbst traditionsreiche Einrichtung zu leiten, erfüllt mich mit großer Freude. Schon während meines Studiums lernte ich das Institut als lebendigen Ort des wissenschaftlichen Austauschs kennen, der weit in die Stadtgesellschaft Hamburgs hineinwirkt. Bei all meinen Tätigkeiten im akademischen Kontext sowie auch für Gedenkstätten und in der historisch-politischen Bildung steht diese Verbindung aus Forschung und Vermittlung für mich stets im Zentrum. Als neue Direktorin freue ich mich darauf, mit den Partnerinstitutionen in der Hansestadt zusammenzuarbeiten und das Institut auch überregional und international weiter zu vernetzen. Gemeinsam können wir das Wissen über das vielfältige jüdische Leben, die jüdische Geschichte, Religion und Kultur stärken und so die große Relevanz der Geschichte für die Gegenwart und Zukunft unterstreichen.“

Hintergrund

Zur Person

Dr. Kim Wünschmann studierte Judaistik, Politikwissenschaft und Psychologie an der Freien Universität Berlin und wurde an der Universität London promoviert. Ihre mehrfach ausgezeichnete Dissertation leistet einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Juden und Jüdinnen im nationalsozialistischen Deutschland. Sie untersucht vor allem die Rolle der Konzentrationslager in der anti-jüdischen Politik des Regimes sowie die Selbstbehauptungsstrategien und den Widerstand der Verfolgten. Neben deutsch-jüdischer Geschichte und Holocaust-Studien gehören die Rechts- und Diplomatiegeschichte sowie die Comic-Forschung zu Kim Wünschmanns Forschungsschwerpunkten. Von 2010 bis 2015 arbeitete sie an der Hebräischen Universität Jerusalem, woran sich Positionen am Centre for German-Jewish Studies der Universität Sussex und zuletzt am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der LMU München anschlossen.

Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ)

Das Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ) wurde 1966 eröffnet und widmete sich damit als erste Forschungseinrichtung in der Bundesrepublik ausschließlich der deutsch-jüdischen Geschichte. Als Stiftung bürgerlichen Rechts wird das Institut von der Freien und Hansestadt Hamburg getragen. Zu den Hauptaufgaben des Instituts zählen vor allem die Forschung, Veröffentlichungen eigener und fremder wissenschaftlicher Studien sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wissenschaftler:innen dieser außeruniversitären Forschungseinrichtung lehren an der Universität Hamburg. Das Institut veranstaltet Konferenzen, Kolloquien und Gastvorträge in enger Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Forschungsinstitutionen.

Das IGdJ ist stark engagiert im Rahmen des Projekts „Stolpersteine in Hamburg-Bio­graphische Spurensuche“ und veranstaltet regelmäßig öffentlichen Veranstaltungen zu seinen Forschungsthemen.

 

Presseanfragen:

Freie und Hansestadt Hamburg

Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke
Jon Mendrala
Pressesprecher
Hamburger Straße 37
22083 Hamburg

Telefon: 040/428 63-2322

Mobil: 0176/428 61 363

Email: jon.mendrala@bwfgb.hamburg.de

Email: pressestelle@bwfgb.hamburg.de

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