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24.04.2017

Die Biographie der jüdischen Philosophin Hannah Arendt

im Kontext deutsch-jüdischer Geschichte in der Moderne

Als Prozessbeobachterin im Jahre 1961 in Jerusalem nannte Hannah Arendt den Angeklagten Adolf Eichmann einen „Hanswurst“ und erregte mit ihrem Buch „Eichmann in Jerusalem – Ein Bericht von der Banalität des Bösen“ weltweit Aufsehen, hatte sie doch als Jüdin Verfolgung, Vertreibung, Staatenlosigkeit, Exil und Heimatlosigkeit durch die Nationalsozialisten erfahren. Viele Intellektuelle kritisierten die Einschätzungen der 1906 in Linden bei Hannover als Tochter säkularer jüdischer Eltern geborenen Philosophin und politischen Theoretikerin scharf als Verharmlosung, darunter auch namhafte jüdische Gelehrte wie Gershom Scholem, Hans Jonas und Kurt Blumenfeld. 2012 wurde ihre Lebensgeschichte unter der Regie von Margarethe von Trotta mit Barbara Sukowa als Hannah Arendt verfilmt.

Für die am Institut für die Geschichte der deutschen Juden stattfindende Vortragsreihe „Jüdische Leben“ konnte Dr. Björn Siegel am

Mittwoch, 17. Mai 17, um 18.30 Uhr in den Räumen des Instituts, Beim Schlump 83,

Elisabeth Gallas vom Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur in Leipzig für einen Vortrag gewinnen:

Kein Denken ohne Erfahrung: Hanna Arendt nach dem Zivilisationsbruch.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Im Anschluss an den Vortrag folgt eine Diskussion über die Bedeutung von Biographien für die historische Forschung.

Der Vortrag bildet den Auftakt der sechsteiligen Vortrags- und Diskussionsreihe: „Jüdische Leben: Biographische Forschungen der deutsch-jüdischen Geschichte der Moderne“.

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