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Zwischen Deutsch und Hebräisch. Über die „Gegensprachen“ von Gershom Scholem, Werner Kraft und Ludwig Strauss.

Ausgehend von Paul Celans Rede vom „Gegenwort“ hat Lina Barouch mit dem Begriff einer „Gegensprache“ das Schreiben der drei deutsch-jüdischen Autoren Gershom Scholem, Werner Kraft und Ludwig Strauss  im sprachlichen Spannungsfeld zwischen Deutsch und Hebräisch untersucht.  Alle drei waren – wie Scholem 1923 freiwillig oder wie Kraft und Strauss nach 1933 gezwungenermaßen – aus Deutschland ins damalige britische Mandatsgebiet Palästina ausgewandert.  Auf die damit verbundene Sprachkrise antworteten die Schriftsteller und Dichter auf je sehr unterschiedliche Weise mit der einzigartigen Entwicklung einer „Gegensprache“, die dazu verhalf, die Erfahrung der eigenen sprachlichen Marginalisierung im spannungsvollen Verhältnis der zwei Sprachen kreativ zu gestalten. Dabei geht es sowohl um Berührungspunkte als auch um Unüberbrückbares zwischen den Sprachen.

Lina Barouch, geboren 1974 in Pforzheim, ist derzeit Forscherin im Franz Rosenzweig Minerva Zentrum an der Hebräischen Universität in Jerusalem, und wissenschaftliche Koordinatorin des internationalen Projekts "Traces and Treasures of German Jewish History in Israel", eine Zusammenarbeit zwischen dem Rosenzweig Zentrum und dem Deutschen Literaturarchiv Marbach . Sie ist Literaturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf deutsch-jüdische Literatur und wurde an der University of Oxford promoviert.

Gastgeberin ist Friederike Heimann

Grindelhof 59 | 20146 Hamburg
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Mo - Fr: 9.30 - 12.30 Uhr
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