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Vortragsreihe "Wie Weiter?" Jüdische Migrationserfahrungen nach 1945

In der Folge wuchs auch die persisch-jüdische Gemeinschaft in der Hansestadt auf über 300 Personen an, die den Wiederaufbau des sozialen wie religiösen jüdischen Lebens bis in die 1990er Jahre entscheidend prägten, um dann erneut zu emigrieren, dieses Mal in die USA und nach Israel. Der Vortrag widmet sich dieser besonderen Handels und Familienmigration von Jüdinnen und Juden, die aufgrund ihrer Herkunft aus Iran vom Holocaust nicht betroffen waren und erst nach ihrer Ankunft in Deutschland der jüngsten Geschichte der europäischen Juden gewahr wurden.

Dr. Karen Körber ist Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ). Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören modernes Judentum, Migrations- und Diasporaforschung, religiöser Wandel und religiöse Pluralisierung, Erinnerungskulturen und Zugehörigkeitskonstruktionen in der Einwanderungsgesellschaft.

 

Über unsere Vortragsreihe:

Wie weiter? Jüdische Migrationserfahrungen nach 1945

Jüdische Migrationen gewinnen in der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte zunehmend an Bedeutung. Richtete sich der Blick nach den Ereignissen des Zwanzigsten Jahrhunderts zuerst einmal auf Vertreibung, Flucht und Exil, so finden sich bis in die Gegenwart auch jüdische Wanderungsbewegungen, die von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft geprägt und beispielsweise durch besondere wirtschaftliche Rahmenbedingungen bestimmt waren. Die verschiedenen Beweggründe für eine Migration sowie das Aufeinandertreffendivergierender jüdischer Herkünfte und Narrative haben Eingang in das hiesige jüdische Leben nach 1945 gefunden und kennzeichnen bis heute die mitunter kontrovers geführten Debatten um das Selbstverständnis einer jüdischen Gemeinschaft in Deutschland. Die Vortragsreihe nimmt diese Beobachtungen zum Anlass, um an fünf Abenden auf der Grundlage neuer Forschungen exemplarisch jüdische Migrationen und deren Folgewirkungen im lokalen Raum vorzustellen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen fragen nach den jeweiligen Formen der Wanderungen sowie den Motiven und Handlungsspielräumen der migrierenden Jüdinnen und Juden und danach, in welcher Weise diese vielfältigen Erfahrungsgeschichten das jüdische Leben in Deutschland von den Nachkriegsjahren bis in die Gegenwart prägen.

 
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INSTITUT FÜR DIE GESCHICHTE
DER DEUTSCHEN JUDEN (IGdJ)
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