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Vortragsreihe "Wie Weiter?" Jüdische Migrationserfahrungen nach 1945

Nach dem Krieg kehrten die meisten von ihnen zurück nach Polen, von wo aus sie sich weiter auf den Weg nach Palästina oder Nordamerika machten. Dieser tausende von Kilometern lange Migrationspfad führte sie für einige Zeit ausgerechnet in die Lager für Displaced Persons im besetzten Deutschland. Der Vortrag möchte anhand biografischer Beispiele die Geschichte dieser Überlebenden erzählen.

Dr. Markus Nesselrodt ist Osteuropahistoriker an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Seine 2019 erschienene Dissertation unter dem Titel „Dem Holocaust entkommen: Polnische Juden in der Sowjetunion, 1939–1946“ wurde mit dem österreichischen Irma-Rosenberg-Förderpreis und einem Preis des Botschafters der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland für herausragende Dissertationen ausgezeichnet

 

Über unsere Vortragsreihe:

Wie weiter? Jüdische Migrationserfahrungen nach 1945

Jüdische Migrationen gewinnen in der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte zunehmend an Bedeutung. Richtete sich der Blick nach den Ereignissen des Zwanzigsten Jahrhunderts zuerst einmal auf Vertreibung, Flucht und Exil, so finden sich bis in die Gegenwart auch jüdische Wanderungsbewegungen, die von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft geprägt und beispielsweise durch besondere wirtschaftliche Rahmenbedingungen bestimmt waren. Die verschiedenen Beweggründe für eine Migration sowie das Aufeinandertreffendivergierender jüdischer Herkünfte und Narrative haben Eingang in das hiesige jüdische Leben nach 1945 gefunden und kennzeichnen bis heute die mitunter kontrovers geführten Debatten um das Selbstverständnis einer jüdischen Gemeinschaft in Deutschland. Die Vortragsreihe nimmt diese Beobachtungen zum Anlass, um an fünf Abenden auf der Grundlage neuer Forschungen exemplarisch jüdische Migrationen und deren Folgewirkungen im lokalen Raum vorzustellen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen fragen nach den jeweiligen Formen der Wanderungen sowie den Motiven und Handlungsspielräumen der migrierenden Jüdinnen und Juden und danach, in welcher Weise diese vielfältigen Erfahrungsgeschichten das jüdische Leben in Deutschland von den Nachkriegsjahren bis in die Gegenwart prägen.

 
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DER DEUTSCHEN JUDEN (IGdJ)
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