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Vortragsreihe: RASSE, ANTISEMITISMUS, SEXUALITÄT

... und dessen Ausführungsverordnungen den Begriff des jüdischen Mischlings ins Recht einführte. Gestützt auf ein ideologisches Konzept, politisch radikalisiert und antisemitisch aufgeladen, begründete diese rechtliche Kodifizierung einen deutschen Sonderweg der Rassenpolitik. Rassistisch-antisemitische Politik sollte fortan den gesellschaftlichen Ausschluss und die Unterwerfung unter eine neue Form des Fremdenrechts juristisch absichern und festschreiben. Am Ende der juristischen Ausgrenzung und der sonstigen Maßnahmen des NS-Staates stand die Ermordung der Jüdinnen und Juden. Nach Kriegsende konnte zumindest in den deutschen Staaten der Begriff „Rasse“ nicht mehr ohne diesen Kontext gedacht werden. Staatlich verordneter Rassismus schien weithin eine Sache der Vergangenheit geworden zu sein. Aber welche Auswirkungen hatten die Nürnberger Gesetze nicht nur vor, sondern auch nach 1945? Und wie sind Struktur und Bedingungen des post-nationalsozialistischen Rassismus mit und ohne den Begriff der Rasse gefasst? Die Beantwortung solcher Fragen ist notwendiger Teil einer Analyse der Gegenwart.

Eine Kooperation des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung
 
VERANSTALTUNGSORT
INSTITUT FÜR DIE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN JUDEN (IGDJ)
BEIM SCHLUMP 83 / ECKE MONETASTR.
20144 HAMBURG
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