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Vortragsreihe: Als jüdischer Architekt in Nachkriegsdeutschland. Die Biographie von Hermann Zvi Guttmann als Möglichkeit der Annäherung an eine Epoche

..Das Leben und Wirken von Hermann Zvi Guttmann verschaffen einen Einblick in die Möglichkeiten und Bedingungen, unter denen ein jüdischer Architekt im Nachkriegsdeutschland arbeiten konnte. Sie können aber auch zeigen, unter welchen Voraussetzungen die Gemeinden erst in der Lage waren, ihre Bauten und eine neue Infrastruktur zu errichten. Architektur – entworfene ebenso wie tatsächlich gebaute – und das Schaffen eines Architekten werden hier zu einem Medium und einem Zugang, mit deren Hilfe die Situation und der Alltag des jüdischen Neuanfangs nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beschrieben werden können.

Über unsere Vortragsreihe:

Jüdische Leben

Biographische Forschungen zur deutschjüdischen Geschichte in der Moderne

Die Erforschung eines Lebens ist etwas Intimes: eine Rekonstruktion des geschichtlichen Ganzen im Kleinen, die die großen Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse auf das Persönliche und Individuelle hinunterbricht. Das Abstrakte wird damit konkret, Zahlen und Fakten erhalten ein Gesicht bzw. Gesichter. Die intensive und kritische Auseinandersetzung mit einer Person oder Biographie öffnet ein Fenster in die Vergangenheit und bringt uns (die) Geschichte näher. Vor dem Hintergrund der vielschichtigen, aber auch spannungsgeladenen deutsch-jüdischen Geschichte stellen so biographische Studien dank der Fokussierung auf den Einzelnen oder die Einzelne eine besondere Möglichkeit dar, sich der komplexen Vergangenheit anzunähern. Die vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden konzipierte Vortragsreihe will anhand von sechs biographischen Forschungen neue Perspektiven auf die deutsch-jüdische Geschichte in der Moderne freilegen.Sechs jüdische Leben mit ihren ganz unterschiedlichen Protagonisten/innen stehen daher im Zentrum der Reihe und verdeutlichen, wie die Bewältigung und Konstruktion der Vergangenheit zwischen Nostalgie, Selbstinszenierung und Fremdbestimmung funktionieren konnte. Fragen nach der Rolle von Individuen in der Geschichte sowie deren Wirkungskraft sollen dabei genauso diskutiert werden wie die Frage, was die Forschung durch einen biographischen Blick gewinnt. Birgt eine biographische Annäherung an die Geschichte wirklich die Chance, die Vergangenheit kennenzulernen, sie vergleichbar und nachvollziehbar zu machen? Oder kann uns die biographische Sichtweise auch auf das geschichtliche Glatteis führen?

Die Veranstaltung ist bedingt barrierefrei.


VERANSTALTUNGSORT:
INSTITUT FÜR DIE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN JUDEN (IGDJ) Vortragsraum 2. Stock 02/23
BEIM SCHLUMP 83 / ECKE MONETASTR.
20144 HAMBURG
Tel.: 040 - 42 838 - 2617
Fax: 040 - 44 808 66
E-Mail: geschaeftszimmer@igdj-hh.de
Internet: www.igdj-hh.de

Sie erreichen das Institut mit folgenden Verkehrsmitteln:
U2, U3: U-Bahn Schlump
Metrobus 4 +15: Haltestelle Bundesstr.
Metrobus 5: Haltestelle Bezirksamt Eimsbüttel

Die Vortragsreihe des IGdJs bietet in den Monaten Mai, Juni und Juli sechs Vorträge an. Weitere Informationen entnehmen Sie dem angehängten Flyer.

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