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TIERSCHUTZBEWEGUNG UND ANTISEMITISMUS IN DER FRÜHEN BUNDESREPUBLIK. ZIVILGESELLSCHAFTLICHER WIDERSTAND GEGEN DIE RITUELLE SCHLACHTPRAXIS DER JUDEN

In seinem Engagement für eine Aufhebung von Ausnahmeregelungen für die rituelle Schlachtung, so die Annahme, nahm er den Umgang mit Nutztieren kritisch in den Blick. Zugleich manifestierte sich ein heftiges antijüdisches Ressentiment, das die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe der in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden insgesamt in Frage stellte. PD Dr. Andreas Brämer ist promovierter Judaist (FU Berlin) und habilitierter Historiker (Universität Hamburg). Als stellvertretender Direktor am Institut für die Geschichte der deutschen Juden beschäftigt er sich mit den Schnittstellen der jüdischen und deutschen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert.

Über unsere Vortragsreihe "(DER UMGANG MIT DEM) ANTISEMITISMUS IN DEUTSCHLAND SEIT 1945":
Entgegen der anfänglichen Erwartungen, dass die Nachkriegszeit lediglich einen Epilog jüdischer Existenz in Deutschland bezeichne, entstand in den Jahrzehnten seit der Befreiung eine neue Vielfalt jüdischer Lebenswelten – und dies fast unmittelbar im Anschluss an den Mord an sechs Millionen Jüdinnen und Juden während des Holocaust. Dieser positiven Beobachtung muss freilich der kritische Befund zur Seite gestellt werden, dass dem Judenhass auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht der Boden entzogen war. Antijüdische Einstellungsmuster waren und sind in der nichtjüdischen deutschen Gesellschaft vielfältig präsent. An diese Beobachtungen anknüpfend, kommen in derVortragsreihe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort. An insgesamt sechs Vortragsabenden erörtern sie exemplarisch unterschiedliche Erscheinungsformen der Judenfeindschaft nach 1945. Ihre Aufmerksamkeit richten sie zugleich auf die Frage, wie unterschiedliche Gruppen und Repräsentanten der Gesellschaft den Antisemitismus wahrnahmen, sich mit diesem auseinandersetzten und welche Umgangsstrategien sie präsentierten. Zudem sollen gerade auch individuelle und kollektive Reaktionen bzw. Handlungsspielräume von Jüdinnen und Juden in den Fokus rücken, die auf diese Weise, obgleich zunächst Leidtragende der Ablehnung, dennoch als handelnde Akteure der Geschichte sichtbar werden.

Informationen zu den Vorträgen und Terminen in dem Flyer auf dieser Seite unten als Anlage

Die Veranstaltung ist eingeschränkt barrierefrei.

VERANSTALTUNGSORT:

INSTITUT FÜR DIE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN JUDEN (IGDJ) Vortragsraum 2. Stock 02/23
BEIM SCHLUMP 83 / ECKE MONETASTR.
20144 HAMBURG
Tel.: 040 - 42 838 - 2617
Fax: 040 - 44 808 66
E-Mail: geschaeftszimmer@igdj-hh.de
Internet: www.igdj-hh.de

Sie erreichen das Institut mit folgenden Verkehrsmitteln:
U2, U3: U-Bahn Schlump
Metrobus 4 +15: Haltestelle Bundesstr.
Metrobus 5: Haltestelle Bezirksamt Eimsbüttel

 

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