Newsletter Registrierung

Panzer für Saudi-Arabien? Der Streit um die Bonner Rüstungsexportpolitik 1981- 1985 als Testfall deutsch-israelischer Aussöhnung

Im Rahmen der Vortragsreihe: Jenseits der Diplomatie - sechs Jahrzehnte deutsch-israelische Beziehungsgeschichte

Durfte der Leopard-2-Panzer nach Riad verkauft werden - wofür deutsche Wirtschaftsinteressen
sprachen -, auch wenn Israel seine Sicherheit dadurch bedroht sah? Der
Konflikt wurde zum Testfall für beide Seiten. Die Bundesregierung
(unter Schmidt und Kohl) hatte zu entscheiden, ob und wie die historische
Verpflichtung der Deutschen für den jüdischen Staat politisch konkret
umzusetzen war; die israelische Regierung (unter Begin und
Shamir) musste klären, wie sie ihren Widerstand gegen den Waffendeal
handhaben sollte. Letztlich ging das deutsch-israelische Verhältnis
gestärkt aus der Krise hervor - eine Entwicklung, die der Vortrag anhand
regierungsinterner Entscheidungsprozesse beleuchtet, auf Basis jüngst
freigegebener Archivquellen beider Länder.
Zur Person:
Hubert Leber, M.A. hat Geschichte und Philosophie in Düsseldorf,
Freiburg i.Br. und Jerusalem studiert. Er war u.a. Manfred-Lahnstein-
Stipendiat am Bucerius Institute for Research of Contemporary German
History and Society / Universität Haifa. Seit 2010 ist er Doktorand an der
Philipps-Universität Marburg und der Universität Haifa (Israel) (Thema:
Die deutsch-israelischen Beziehungen in der Begin-Ära (1977-1983).
Internationale Politik und historische Erinnerung).

Ort: Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Beim Schlumpp 83, 20144 Hamburg

Zurück