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Kriegsverbrechen und Shoa in Griechenland

Ende der 1980er Jahre befragte er alte Menschen in abgelegenen Ortschaften des Epirus-Gebirges. Was er hörte von Krieg, Besatzung und Widerstand, fügte sich zu einem düsteren Bild der deutschen Besatzung und der Deportation der griechischen Juden in die Gaskammern von Auschwitz. Im Bremer Staatsarchiv sichtete er Aktenbestände zu den Ermittlungen gegen die Täter, worunter sich auch ein berüchtigter Bremer Gestapo-Beamter befand. Am Ende wurde dieser wie viele andere der am Mordprogramm Beteiligten von den Staatsanwälten „außer Verfolgung gesetzt“, die selber Handlanger des NS-Terrors gewesen waren. Von diesen Geschehen handelt der Vortrag von Christoph Schminck-Gustavus, den er mit zeitgenössischen Fotos und Dokumenten illustriert.

Willy Schwarz ist ein aus Italien stammender Jude, der lange in Detroit als Straßenmusiker auftrat und jetzt in Bremen lebt. Er singt Lieder zur Shoah in Griechenland, darunter auch traditionelle Gesänge der sephardischen Juden, die bis zu ihrer Vertreibung 1492 und 1513 in Spanien und Portugal lebten und nicht nur nach Amsterdam und Altona bei Hamburg flohen, sondern vor allem auch in das damalige türkisch-ottomanische Reich. Im griechischen Thessaloniki befand sich bis zu ihrer Verschleppung und Auslöschung in Auschwitz 1944 die größte sephardische Gemeinde. Willy Schwarz ergänzt und belebt den Vortrag von Christoph Schminck-Gustavus und lässt die untergegangene jüdische Welt in Griechenland und Spanien Welt musikalisch nachklingen.

KulturForum Serrahhn e.V.    Serrahnstraße 1     21029 Hamburg

Kontakt: Bernhard Nette, B.Nette@t-online.de   Tel. 040-735 23 67   Mobil: 0151-1914 1041

Eintritt Vorverkauf 6 €, Abendkasse 8 €.

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