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Vortragsreihe: Zwischen „privater Pilgerreise“ und „Normalisierung“: Willy Brandt und Konrad Adenauer im Heiligen Land

So reiste er erst ein Jahr nach dem
Botschafteraustausch und deklarierte sich selbst als privaten Pilger,
der seinen alten Freund Ben Gurion endlich einmal in der Negevwüste
besucht. Der Besuch schlug dennoch hohe politische Wogen.
Der erste offizielle Staatsbesuch fand erst acht Jahre später, 1973, durch
Willy Brandt statt. Mit diesem Besuch überwand die Bundesregierung
die bis dahin noch demütige Rhetorik von Moral und Versöhnung und
sprach ganz offen von "Normalisierung". Der Besuch Brandts war der
Auftakt in eine neue Ära, in dem die Bundesrepublik im Verhältnis zu
Israel mehr und mehr einen hegemonialen Anspruch durchsetzte.
Zur Person:
Jenny Hestermann, M.A. hat in Bremen Soziologie, Geschichte und
Religionswissenschaft studiert, 2010 - 2013 war sie als Stipendiatin am
Franz Rosenzweig Minerva Center der Hebräischen Universität in
Jerusalem. Sie ist Doktorandin am Zentrum für
Antisemitismusforschung der TU Berlin (Thema: Hinter den Kulissen.
Reisen deutscher Politiker nach Israel 1957-1984) und arbeitet seit
Januar 2015 am Fritz Bauer Institut in Frankfurt a.M.

Ort: Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Beim Schlumpp 83, 20144 Hamburg

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