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HASKALA. PROTAGONISTEN DER JÜDISCHEN AUFKLÄRUNG

18.10.21 / 18.30 Uhr


DAVID HEYWOOD JONES

MOSES HIRSCHEL (1755-1818) - STREIT MIT DEM BRESLAUER RABBINAT


Moses Hirschel (1755–1818) nahm als Kaufmann, Schachlehrer und -theoretiker auch aktiv an den Debatten der deutschen Spätaufklärung teil. Mit seinen Schriften prangerte Hirschel die Machtstellung des Rabbinats an und wandte sich gegen den zunehmenden Antisemitismus seiner Zeit. Seine Auseinandersetzung mit den rabbinischen Autoritäten in Breslau begann mit zwei polemischen Aufsätzen aus den späten 1780er Jahren, die vorwiegend nicht religionskritisch motiviert waren, sondern vor allem die Autorität des Rabbinats in Bezug auf die Erziehung der Kinder und die Bereicherung von Rabbinat und wirtschaftlicher Elite auf Kosten der vielen armen jüdischen Familien angriffen. 200 Jahre lang ist Hirschel in der Geschichtsschreibung dafür kritisiert worden. Der Vortrag wird ein anderes Licht auf die Auseinandersetzung und auf die Zielscheibe seiner Polemik werfen.
Dr. David Heywood Jones (Florczyk) ist freier Forscher in Berlin. Er hat am University College Dublin und an der Ludwig-Maximilians-Universität München Philosophie studiert und mit einer Arbeit über Fichtes Wissenschaftslehre seinen Master of Literature erworben. Promoviert wurde er an der Universität Potsdam. Seine überarbeitete Dissertation erschien 2020 unter dem Titel „Moses Hirschel and Enlightenment Breslau”.

Die Vortragsabende der Reihe im Wintersemester sind als Präsenzveranstaltungen geplant. Um den größtmöglichen Infektionsschutz für alle Beteiligten gewährleisten zu können, gilt die 2G-Regel. Wir möchten Sie daher bitten, Ihren Genesenen- oder Impfnachweis mitzubringen.
Bitte informieren Sie sich aber jeweils vorab auf unserer Website www.igdj-hh.de oder telefonisch 42838-2617, ob die Veranstaltung tatsächlich mit Publikum stattfinden kann. Sofern wir bei den Vorträgen auf ein digitales Format ausweichen müssen, werden wir Ihnen einen Zoom-Link zur Verfügung stellen.

 

INSTITUT FÜR DIE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN JUDEN (IGdJ)
BEIM SCHLUMP 83, 20144 HAMBURG
Tel.: 040 – 42 838 – 2617
Fax: 040 – 44 808 66
E-Mail: kontakt@igdj-hh.de
Internet: www.igdj-hh.de

 

Der Veranstaltungsort ist nur eingeschränkt barrierefrei.
(Rollstuhlzugang vorhanden, bitte vorher anrufen)
Sie erreichen das IGdJ mit folgenden Verkehrsmitteln:
U2, U3: U-Bahn Schlump
Metrobus 4 + 15: Haltestelle Bundesstr.
Metrobus 5: Haltestelle Bezirksamt Eimsbüttel

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