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HASKALA. PROTAGONISTEN DER JÜDISCHEN AUFKLÄRUNG

13.12.21 / 18.30h

KATHRIN WITTLER

SALOMON JACOB COHEN (1772-1845) EIN JÜDISCHER AUFKLÄRER AUF REISEN: MESERITZ – BERLIN – LONDON – WIEN – HAMBURG

Salomon Jacob Cohen (1772-1845) kam 1789 im Alter von siebzehn Jahren aus Meseritz in Posen nach Berlin und wurde Religionslehrer an der dortigen jüdischen Freischule. Als sich herausstellte, dass die anderen Maskilim in Berlin ihre Hoffnungen auf eine Erneuerung der hebräischen Sprache bereits aufgegeben hatten, begab Cohen sich auf eine jahrzehntelange Suche nach Wirkorten, an denen das Projekt der hebräischsprachigen Haskala noch auf Resonanz stieß. Bis zum Ende seines Lebens wirkte er als Pädagoge, Publizist und Literat mit zahlreichen Publikationsprojekten im gesamten sprachlichen Spektrum jüdischen Lebens in Europa. An Cohens vielfältigem Wirken wird die von Mehrsprachigkeit und pluralen Adressatenkreisen gekennzeichnete Komplexität deutscher jüdischer Kultur um 1800 exemplarisch sichtbar.

Dr. Kathrin Wittler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Peter Szondi-Institut für AVL, Freie Universität Berlin. Ihre mehrfach ausgezeichnete Dissertation „Morgenländischer Glanz. Eine deutsche jüdische Literaturgeschichte (1750–1850)“ erschien 2019. In ihrem zweiten Buch untersucht sie das Verhältnis von Einsamkeit und Literatur. Seit März 2020 bearbeitet sie gemeinsam mit Uta Lohmann das von der DFG geförderte Projekt „Joel Bri’l Löwe: Die Breslauer Schulschriften im Kontext (1791–1801)“.

Die Vortragsabende der Reihe im Wintersemester sind als Präsenzveranstaltungen geplant. Um den größtmöglichen Infektionsschutz für alle Beteiligten gewährleisten zu können, gilt die 2G-Regel. Wir möchten Sie daher bitten, Ihren Genesenen- oder Impfnachweis mitzubringen.
Bitte informieren Sie sich aber jeweils vorab auf unserer Website www.igdj-hh.de oder telefonisch 42838-2617, ob die Veranstaltung tatsächlich mit Publikum stattfinden kann. Sofern wir bei den Vorträgen auf ein digitales Format ausweichen müssen, werden wir Ihnen einen Zoom-Link zur Verfügung stellen.

INSTITUT FÜR DIE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN JUDEN (IGdJ)
BEIM SCHLUMP 83, 20144 HAMBURG
Tel.: 040 – 42 838 – 2617
Fax: 040 – 44 808 66
E-Mail: kontakt@igdj-hh.de
Internet: www.igdj-hh.de

 

Der Veranstaltungsort ist nur eingeschränkt barrierefrei.
(Rollstuhlzugang vorhanden, bitte vorher anrufen)
Sie erreichen das IGdJ mit folgenden Verkehrsmitteln:
U2, U3: U-Bahn Schlump
Metrobus 4 + 15: Haltestelle Bundesstr.
Metrobus 5: Haltestelle Bezirksamt Eimsbüttel

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