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Der wissenschaftliche Blick auf den „jüdischen Körper“

VORTRAG von Klaus Hödl, Universität Graz

Im Rahmen der Vortragsreihe Körper - Körperlichkeit und Körperbilder in der deutsch-jüdischen Geschichte

Der Körper der Juden war seit dem Mittelalter, vermehrt aber seit dem Einsetzen des wissenschaftlichen Rassismus im 19. Jahrhundert, ein Objekt wissenschaftlicher Untersuchungen und Forschungen. Dabei ging es hauptsächlich um die Darstellung der Juden als „anders“, als different von der nichtjüdischen Bevölkerung.

Entgegen verbreiteter Erwartungen wurden solche Untersuchungen nach dem Holocaust fortgesetzt. Sie finden in der Gegenwart ihren Niederschlag in genetischen Forschungen. Damit wird keine direkte Kontinuität von der Rassenhygiene zur Genetik postuliert. Allerdings gibt es bemerkenswerte Parallelen.

Dr. Klaus Hödl ist Historiker am Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz. Seine Forschungsschwerpunkte sind „Juden in der Populärkultur“ und „Juden der Habsburgermonarchie“.

Ort: Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg, Vortragsraum 2-023 (2. OG)

zur Vortragsreihe

Körper - Körperlichkeit und Körperbilder
in der deutsch-jüdischen Geschichte:

Der Körper ist ein wichtiger Teil der eigenen Identität. Dies gilt auch – oder vielleicht sogar in einem besonderen Maße – für Juden. So symbolisiert die Beschneidung jüdischer Jungen wenige Tage nach ihrer Geburt den Eintritt in ihren Bund mit Gott. Neben der Beschneidung gibt es verschiedene andere Rituale und Diskussionen im und über das Judentum, die den Körper betreffen.

Mit einer Vortragsreihe möchte das IGdJ der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, sich mit verschiedenen Aspekten der Körperlichkeit im Judentum auseinanderzusetzen, zu denen Fragen der Verhütung, der Sexualität und der Gesundheit gehören. Daneben sollen konkrete historische Situationen beleuchtet werden, die von Gewalt geprägt waren und bei denen der Körper und körperliche Merkmale für Juden eine zentrale Bedeutung hatten. Darüber hinaus wird das Bild vom Juden in der Kunst oder in Diskussionen über Rassentheorien beleuchtet.

Gesamtprogramm der Reihe "Körper"

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