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"PRÜFSTEIN DER DEMOKRATIE“. ZUR ENTWICKLUNG DES ANTISEMITISMUS IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND VON 1945 BIS HEUTE

Der Antisemitismus hat in dieser Zeit mit dem Schuldabwehr-Antisemitismus und einem antizionistischen Antisemitismus zudem zwei neue Erscheinungsformen angenommen. Der Vortrag wird die genannten Phasen auf der Ebene der Einstellungen, der Vorfälle, der öffentlichen Konflikte über Antisemitismus, der Trägergruppen bzw. Organisationen sowie der staatlichen, der zivilgesellschaftlichen und der jüdischen Reaktionen auf Antisemitismus nachzeichnen. Prof. i. R. Werner Bergmann war mehr als dreißig Jahre am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin tätig. 2015-2017 war er Mitglied des „Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus“ im Auftrag des Deutschen Bundestages. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Soziologie und Geschichte des Antisemitismus, der Rechtsextremismus sowie interethnische Gewalt.

Über unsere Vortragsreihe "(Der Umgang mit dem) ANTISEMITISMUS IN DEUTSCHLAND SEIT 1945":
Entgegen der anfänglichen Erwartungen, dass die Nachkriegszeit lediglich einen Epilog jüdischer Existenz in Deutschland bezeichne, entstand in den Jahrzehnten seit der Befreiung eine neue Vielfalt jüdischer Lebenswelten – und dies fast unmittelbar im Anschluss an den Mord an sechs Millionen Jüdinnen und Juden während des Holocaust. Dieser positiven Beobachtung muss freilich der kritische Befund zur Seite gestellt werden, dass dem Judenhass auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht der Boden entzogen war. Antijüdische Einstellungsmuster waren und sind in der nichtjüdischen deutschen Gesellschaft vielfältig präsent. An diese Beobachtungen anknüpfend, kommen in derVortragsreihe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort. An insgesamt sechs Vortragsabenden erörtern sie exemplarisch unterschiedliche Erscheinungsformen der Judenfeindschaft nach 1945. Ihre Aufmerksamkeit richten sie zugleich auf die Frage, wie unterschiedliche Gruppen und Repräsentanten der Gesellschaft den Antisemitismus wahrnahmen, sich mit diesem auseinandersetzten und welche Umgangsstrategien sie präsentierten. Zudem sollen gerade auch individuelle und kollektive Reaktionen bzw. Handlungsspielräume von Jüdinnen und Juden in den Fokus rücken, die auf diese Weise, obgleich zunächst Leidtragende der Ablehnung, dennoch als handelnde Akteure der Geschichte sichtbar werden.

Informationen zu den Vorträgen und Terminen in dem Flyer auf dieser Seite unten als Anlage

Die Veranstaltung ist eingeschränkt barrierefrei.

VERANSTALTUNGSORT:

INSTITUT FÜR DIE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN JUDEN (IGDJ) Vortragsraum 2. Stock 02/23
BEIM SCHLUMP 83 / ECKE MONETASTR.
20144 HAMBURG
Tel.: 040 - 42 838 - 2617
Fax: 040 - 44 808 66
E-Mail: geschaeftszimmer@igdj-hh.de
Internet: www.igdj-hh.de

Sie erreichen das Institut mit folgenden Verkehrsmitteln:
U2, U3: U-Bahn Schlump
Metrobus 4 +15: Haltestelle Bundesstr.
Metrobus 5: Haltestelle Bezirksamt Eimsbüttel

 

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