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Der Kampf um die deutsche Schuld. Weizsäcker-Rede [1985], »Historikerstreit« [1986] und Jenninger-Sturz [1988]

Beide versuchten, die deutsche Verantwortung am Holocaust zu relativieren: Nolte sah darin nur die Imitation der Ermordung des russischen Bürgertums durch die Bolschewiki und verwies auf die Erfindung des politischen Massenmordes in der Französischen Revolution. Hillgruber verlangte die Trennung der deutschen von der jüdischen Geschichte: Für die Juden sei der 8. Mai 1945 eine Befreiung, für die Deutschen dagegen eine Katastrophe gewesen. Zudem ständen Holocaust und Kapitulation in keinem Zusammenhang. Gegen diese »deutschen Sonderwege « bestand Jürgen Habermas darauf, dass nur die universellen Menschenrechte die Basis einer demokratischen Identität bilden könnten. Auch die Rede des Bundestagpräsidenten Philipp Jenninger am 8. November 1988 im Bundestag war eine Replik auf den »Historikerstreit«: Er forderte das Eingeständnis einer millionenfachen Mitverantwortung der Deutschen für die NS-Verbrechen. Weil diese Wahrheit zu früh kam, musste er wenige Tage später zurücktreten.

 

Moderation: Pastor i. R. Ulrich Hentschel

Karten: Telefon 040 - 41 320 320 von 15 - 22 Uhr,

Preis: 10 Euro, ermäßigt: 8,50 Euro

Abaton Kino / Allende-Platz 3 / Grindelhof, 20146 Hamburg

www.abaton.de, Reservierungen ab fünf Tage vorher.

Weitere Informationen entnehmen Sie dem angehängten Flyer.

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