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Vortragsreihe "Bildgeschichten"

Die in ihnen versammelten Fotografien halten als Momentaufnahmen wichtige Ereignisse, zentrale Orte und Personen fest. Ihre Anordnung im Album macht Bewegungen der Familiengeschichte sichtbar und bildet komplexe Netzwerke und Zugehörigkeiten ab. Anhand von Texten junger jüdischer Autorinnen und Autoren wie zum Beispiel Daniel Mendelsohn oder Katja Petrowskaja geht der Vortrag der Frage nach, welche Rolle dem Album gerade in Prozessen von Diskontinuitäten, Flucht, Migration und Exil zukommt. Welche Rolle spielen Alben und Fotografien für die Rekonstruktion und Imagination der Familiengeschichte? Welche Narrative lassen sich entdecken und welche Erzählweisen haben ihren Ursprung im Album?

Marianne Windsperger studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Romanistik an der Universität Wien. Seit 2018 ist sie als Forschungsassistentin am Wiener Wiesen–thal Institut tätig. In ihren Forschungen beschäftigt sie sich mit literarischen Repräsentationen des Holocaust, jiddischer Literatur und Erinnerungstheorien.

Über unsere Vortragsreihe:
 
KAMERABLICKE. JÜDISCHE BILDGESCHICHTE(N)
Trotz des vor Jahren vielfach beschworenen „visual turns“ fristen Bildquellen in den Geschichtswissenschaften weiterhin ein Randdasein. Dabei können historische Zeichnungen, Fotografien oder Filme wichtige Einblicke geben und mitunter andere Perspektiven auf den Untersuchungsgegenstand eröffnen. Sechs WissenschaftlerInnen stellen ihre Forschungen zu historischem Bildmaterial vor. Sie verstehen Bilder nicht als Abbildungen, sondern als kritisch zu hinterfragende Quellen, die gerade aufgrund ihrer vermeintlichen Authentizität dekonstruiert werden müssen. Die Themen reichen dabei von der Frage nach jüdischen Gegenbildern zum antisemitischen Bilddiskurs im Nationalsozialismus über die Bedeutung von Fotoalben für die Konstruktion von Familiengeschichten im Kontext von Migration, Flucht und Exil, bis hin zur visuellen Nationswerdung im Staatsbildungsprozess Israels oder der fotografischen Erkundung jüdischen Lebens in Ungarn.
Die Vortragsreihe findet begleitend zur vierten Online-Ausstellung im Rahmen der Online-Quellenedition „Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte“ (juedische-geschichte-online.net) statt. Sie widmet sich ebenfalls (der) „jüdischen Bildgeschichte(n)“.
 
Weitere Termine:
 
11.6.2019
25.6.2019
 
Jeweils Dienstags um 18.30 Uhr
 
 
Eingeschrängt Barrierefrei
 
 
INSTITUT FÜR DIE GESCHICHTE
DER DEUTSCHEN JUDEN (IGdJ)
BEIM SCHLUMP 83, 20144 HAMBURG
Seminarraum im 2. OG, eingeschränkt barrierefrei
Tel.: 040 – 42 838 – 2617
Fax: 040 – 44 808 66
E-Mail: kontakt@igdj-hh.de
Internet: www.igdj-hh.de
Sie erreichen das Institut für die Geschichte der deutschen Juden mit folgenden Verkehrsmitteln:
U2, U3: U-Bahn Schlump
Metrobus 4 + 15: Haltestelle Bundesstr.
Metrobus 5: Haltestelle Bezirksamt Eimsbüttel

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