Dr. Miriam Rürup

Direktorin

Tel.: (040) 42838 - 2100
Email: miriam.ruerup@igdj-hh.de

Zur Person

Miriam Rürup hat die Leitung des IGdJ im Juli 2012 übernommen. Zuvor war sie von 2010 an als wissenschaftliche Mitarbeiterin am DHI Washington.  Vor ihrem Wechsel in die USA war sie Wissenschaftliche Assistentin am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen bei Prof. Dr. Bernd Weisbrod. Ihre Forschungsinteressen umfassen die deutsch-jüdische Geschichte, Zeitgeschichte, Geschichte des Nationalsozialismus sowie der Gedenkpolitik, Geschlechtergeschichte sowie aus dem Umfeld ihrer Habilitation vor allem die Geschichte von Migration, Staatsbürgerschaft und Staatenlosigkeit.

Sie hat Geschichte, Soziologie und Europäische Ethnologie in Göttingen, Tel Aviv und Berlin studiert und wurde im Jahr 2006 an der TU Berlin promoviert. Diese Arbeit ist erschienen unter dem Titel Ehrensache: Jüdische Studentenverbindungen an deutschen Universitäten (1886-1937) in der Reihe des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (Göttingen: Wallstein, 2008). Darüber hinaus ist sie Herausgeberin des Bandes zu Praktiken der Differenz: Diasporakulturen in der Zeitgeschichte (Göttingen: Wallstein, 2009) und Gewalt und Gesellschaft. Klassiker modernen Denkens neu gelesen (Göttingen: Wallstein, 2011). Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift WerkstattGeschichte und Fachredakteurin für Jüdische Geschichte bei H-Soz-u-Kult.

Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie u.a. tätig in der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin, dem Simon Dubnow Institut in Leipzig, dem Franz Rosenzweig Center an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Sie ist u.a. Mitglied der Fachkommission der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts.

Themenschwerpunkte

  • Geschlechtergeschichte
  • Deutsch-jüdische Geschichte
  • Zeitgeschichte
  • Migrationsgeschichte
  • Studenten- und Universitätsgeschichte
  • Geschichte der Erinnerungspolitik
  • Geschichte des Nationalsozialismus

Forschungsprojekt

Heimatlose oder Weltbürger: Staatenlosigkeit nach den beiden Weltkriegen (Habilitation)

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit 2012 Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg
2010-2012 Research Fellow des German Historical Institute Washington, DC
2007-2010 Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl von Prof. Weisbrod, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Georg August Universität Göttingen
2006-2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin (Post-Doc) am DFG-GraduiertenkollegGenerationengeschichte
2006 Promotion mit einer Arbeit über "Deutsche Studenten - Jüdische Juden. Jüdische Studentenverbindungen an deutschen Universitäten (1886-1937)" am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin"
1997-2001 Freie Mitarbeit und Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Stiftung Topographie des Terrors
1992-2000 Studium der Geschichtswissenschaft, Europäischen Ethnologie und Soziologie in Göttingen, Tel Aviv und Berlin

Publikationen

Monografien / Mitherausgeberschaften / Mitautorenschaft

(Hg. mit Uffa Jensen, Habbo Knoch, Daniel Morat), Gewalt und Gesellschaft. Klassiker modernen Denkens neu gelesen, Göttingen: Wallstein, 2011.

(Hg.), Praktiken der Differenz. Diasporakulturen in der Zeitgeschichte, Göttingen: Wallstein, 2009.

Ehrensache. Jüdische Studentenverbindungen an deutschen Universitäten, 1886-1937, Göttingen: Wallstein, 2008.

(Hg. mit Sabine Moller, Christel Trouvé), Abgeschlossene Kapitel? Zur Geschichte der Konzentrationslager und der NS-Prozesse, Tübingen: edition diskord, 2002.

Aufsätze (Auswahl)

Enges Ghetto, weites Land. Zionistische Aneignungen des Raumes und die Überwindung der Heimatlosigkeit, in: Umkämpfte Räume, Göttingen 2016, S. 239-259.

Das Geschlecht der Staatenlosen. Staatenlosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland,in: Journal of Modern European History 14 (2016), 3, S. 411-429.

In der Hauptrolle: Der Pass. Staatenlosigkeit auf und hinter der Bühne im ersten Nachkriegsjahrzehnt, in: Dachs, Gisela (Hg.), Grenzen. Jüdischer Almanach 2015, Frankfurt a.M., S. 37-49.

“The Citizen and its Other: Zionist and Israeli Responses to Statelessness”, in: Leo Baeck Institute Year Book, 2014 (Article doi: 10.1093/leobaeck/ybu006), http://leobaeck.oxfordjournals.org/cgi/reprint/ybu006?
ijkey=vdQZrLlzbVGPAfF&keytype=ref

„Von der religiösen Sehnsucht zur kulturellen Differenz. Diasporakulturen im historischen Vergleich“, in: Miriam Rürup (Hg.), Praktiken der Differenz. Diasporakulturen in der Zeitgeschichte, Göttingen: Wallstein, 2009, S. 9-39

„Auf Kneipe und Fechtboden. Inszenierung von Männlichkeit in jüdischen Studentenverbindungen in Kaiserreich und Weimarer Republik“, in: Martin Dinges (Hg.), Männer-Macht-Körper, Frankfurt a.M.: Campus, 2005, S. 141-156.

„Gefundene Heimat? Palästinafahrten national-jüdischer deutscher Studentenverbindungen 1913/14“, in: Leipziger Beiträge zur Jüdischen Geschichte und Kultur II (2004), S. 167-190.

„Das Vernichtungslager Sobibór in westdeutschen Nachkriegsprozessen und in der Presseberichterstattung. Ein Nachwort“, in: Thomas »Toivi« Blatt, Der Aufstand in Sobibór. Bericht eines Überlebenden, Münster: unrast, 2004, S. 201-242. [zusammen mit Heike Kleffner]

Übersetzung:

Thomas »Toivi« Blatt, Der Aufstand in Sobibór. Bericht eines Überlebenden. Münster: unrast, 2004 [Übersetzung aus dem Englischen, zusammen mit Heike Kleffner].

Mitgliedschaften in Verbänden und Zeitschriftengremien

German Studies Association
American Association of Jewish Studies
European Association of Jewish Studies
Verband deutscher Historiker und Historikerinnen
Mitglied Arbeitskreis Menschenrechte der Fritz Thyssen Stiftung, Köln, seit 2012
Mitglied Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts, seit 2009
Fachkommission Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, seit 2007
Mitherausgeberin Aschkenas, seit 2013
Redakteurin und Mit-Herausgeberin von WerkstattGeschichte, seit 2002
Review Editor für Jüdische Geschichte bei H-Soz-u-Kult, sie 2010
Mitherausgeberin Leo Baeck Year Book, ab 2014