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IGDJ Veranstaltungsarchiv

17.06.2015 (Wednesday)

Die SPD, die Juden und der Staat Israel (1945 - 1982)

18:30

Kristina Meyer, Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts

Die wiedergegründete SPD trat in der Bundesrepublik mit dem Anspruch an, die einzige Partei gewesen zu sein, die den
Nationalsozialismus von Beginn an bekämpft hatte. Die Ratifizierung des Wiedergutmachungsabkommens mit Israel und die Verabschiedung des ersten Entschädigungsgesetzes wären 1953 ohne die Stimmen der oppositionellen SPD nicht möglich gewesen. Gleichwohl gestaltete sich das Verhältnis der deutschen Sozialdemokratie zum neugegründeten
Staat Israel und zu ihrer Schwesterpartei schwierig...

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16.06.2015 (Tuesday)

Identifikationen junger jüdischer Zuwanderer aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion

20:00

Zwischen 1990 und 2005 erlaubte die Bundesrepublik Deutschland circa 220.000 Juden aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion die Einwanderung nach Deutschland. Wie verorten sich junge Juden, die als Kinder nach Deutschland eingewandert sind oder als Kinder dieser Einwanderergruppe in Deutschland geboren wurden? Verstehen sie sich als Deutsche, Russen oder Juden, oder gar alles gleichzeitig? Wie interpretieren sie ihr Judentum - religiös, ethnisch, kulturell, oder hat es für sie vielleicht überhaupt keine Bedeutung mehr?

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08.06.2015 (Monday)

Kriegsverbrechen und Shoa in Griechenland

19:30

Die Deportation der griechischen Juden nach Auschwitz

Ein Bericht mit Bildern von Prof. Christoph U. Schminck-Gustavus (Uni Bremen)
Sephardische Musik von Willy Schwarz (Chicago/Bremen)

Christoph Schmink-Gustavus ist seit 1974 Professor für Rechts- und Sozialgeschichte an der Universität Bremen. Bekannt wurde er u.a. durch seine Erforschung des Schicksals von Walerjan Wróbel. Er schrieb in seinem Buch „Das Heimweh des Walerjan Wróbel“ über den 17-jährigen polnischen Jungen, den die Nazis 1942 im KZ Neuengamme durch das Fallbeil ermordeten. Prof. Schminck-Gustavus erlangte internationalen Ruf durch seine in die polnische, griechische und italienische Sprache übersetzten Bücher zur deutschen Besetzung Griechenlands und Italiens und zum Versagen der deutschen Justiz und der deutschen Politik nach 1945. Er setzt sich aktiv für finanzielle Entschädigungen der südeuropäischen Opfer der deutschen Besatzungspolitik ein und trat in den letzten Wochen und Tagen u.a. auf Veranstaltungen in Athen und Triest auf...

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03.06.2015 (Wednesday)

„Von Gott begnadete Schauspielerin“: Elisabeth Bergner in Israel

18:30

Anat Feinberg, Hochschule für jüdische Studien, Heidelberg

Kurz nach der Gründung des Staates Israel kam die renommierte
deutsch-jüdische Schauspielerin Elisabeth Bergner ins Land. Aus einem
ursprünglich geplanten kurzen Besuch wurde ein Aufenthalt von drei
Monaten, in deren Verlauf "die Bergner" siebzig Lesungen gab. Sie
begeisterte nicht nur die "Jeckes", die sie aus der Vorkriegszeit kannten
und schätzen, sondern ebenfalls die "Sabras", die kein Wort Deutsch
konnten. Der Vortrag setzt sich mit diesem außergewöhnlichen Besuch
auseinander sowie mit der Kritik jener, die, kurz nach der Shoah, gegen
die Verbreitung der deutschen Kultur polemisierten..

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19.05.2015 (Tuesday)

"Die Epoche der Juden in Deutschland ist ein für alle Mal vorbei" (Leo Baeck) - Überlebende deutsche Juden im Jahr 1945

19:30

Vortrag von Beate Meyer

Bei Kriegsende 1945 lebten von einst 500.000 nur noch 18.000 bis 20.000 Jüdinnen und Juden in Deutschland. Dies verdankten sie dem fragilen Schutz einer Mischehe oder dem erfolgreichen Untertauchen. Die Kapitulation bedeutete für sie die Befreiung vom NS-Regime und von der Angst vor den (gleichzeitig herbeigesehnten) Luftangriffen der Alliierten. Viele der 5000 überlebenden jüdischen Deportierten aus den Ghettos und den Konzentrationslagern kehrten zunächst in ihre Heimatstädte zurück. Zeitgleich sammelten sich 200.000 meist osteuropäischer Juden in den DP-Camps ....

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Realpolitik und die Last der Vergangenheit. Israelische Diplomatie und das „andere Deutschland“

18:30

Vortrag von Roni Stauber, Tel Aviv University

On September 1952, Israel and the Federal Republic of Germany signed
a reparations accord in Luxembourg. 13 years passed however before
they established official diplomatic relations. During this period the
relations between the two countries were influenced considerably by
the conflict between the memory of the Holocaust and the realpolitik. 

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13.05.2015 (Wednesday)

Panzer für Saudi-Arabien? Der Streit um die Bonner Rüstungsexportpolitik 1981- 1985 als Testfall deutsch-israelischer Aussöhnung

18:30

Vortrag von Hubert Leber, Philipps University of Marburg/Bucerius Centre, University of Haifa

Die Debatte um mögliche Waffenlieferungen der Bundesrepublik an
Saudi-Arabien belastete Anfang der 1980er Jahre das deutsch-israelische
Verhältnis wie kein anderes Thema ...

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07.05.2015 (Thursday)

Michel Bergmann liest aus „Weinhebers Koffer“

20:00

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden.

 

Der Journalist Elias Ehrenwerth kauft einen alten Lederkoffer in einem Berliner Trödelladen. Der Koffer trägt die gleichen Initialen wie seine Frau Lisa und ist deshalb das perfekte Geburtstagsgeschenk. Elias entdeckt im Koffer eine alte Visitenkarte des Vorbesitzers: Leonhard Weinheber. Er beginnt seine Recherche, die ihn in die 1930er-Jahre und ins ferne Israel führt...

 

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03.05.2015 (Sunday)

10. Internationale Carlebach-Konferenz

"Väter und Vaterfiguren in jüdischer Geschichte, Religion und Kultur"
&
Joseph Carlebach-Preis der Universität Hamburg, 6. Verleihung
3.–5. Mai 2015, Warburg-Haus, Heilwigstr. 116

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung zur Konferenz und/oder zur Preisverleihung wird gebeten
bis zum 10. April: http://mms.uni-hamburg.de/carlebach2015

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29.04.2015 (Wednesday)

Vortragsreihe: Jenseits der Diplomatie: Sechs Jahrzehnte Deutsch-Israelische Beziehungsgeschichte

Verschiedene Termine beginnend am 29.4.2015

Als im Mai 1948 der Staat Israel und ein Jahr später die
Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde, schien es
undenkbar, dass das Land, das Zufluchtsstätte für Juden aus aller
Welt sein wollte, mit dem Land, dessen Vorgängerstaat den systematischen
Mord an den Juden zu verantworten hatte, jemals offizielle
zwischenstaatliche Beziehungen aufnehmen würde.
Und doch kamen die Regierungschefs beider Länder 1965 überein,
diplomatische Beziehungen aufzunehmen ...

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Vortragsreihe: Zwischen „privater Pilgerreise“ und „Normalisierung“: Willy Brandt und Konrad Adenauer im Heiligen Land

29.4.2015  Beginn 18.30 Uhr
Jenny Hestermann, Fritz Bauer Institut, Frankfurt a.M.
Als Konrad Adenauer im Jahr 1966 zum ersten Mal in seinem Leben
israelischen Boden betrat, war er schon nicht mehr Bundeskanzler.
Vierzehn Jahre zuvor hatte er das Wiedergutmachungsabkommen mit
dem israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion ausgehandelt,
war also verantwortlich für die Anfänge der bilateralen Beziehungen.
Offizielle Reisen von deutschen Regierungschefs waren jedoch beiden
Seiten zu heikel...

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28.04.2015 (Tuesday)

Internationale Konferenz - Opfer und Orte von „Vergeltungsaktionen“ in den besetzten Gebieten Europas

Opfer und Orte von „Vergeltungsaktionen“ in den besetzten Gebieten Europas
Victims and Sites of Reprisals in German-occupied Europe
Internationale Konferenz | International Conference
In einer international vergleichenden Perspektive wird auf dieser
wissenschaftlichen Konferenz den Hintergründen und Folgen
von „Vergeltungsaktionen“ in den während des Zweiten Weltkrieges
von Deutschland besetzten Ländern nachgegangen.

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23.04.2015 (Thursday)

Frank Bajohr und Jürgen Matthäus: Alfred Rosenberg. Die Tagebücher von 1933-1944.

18:30

Die Aufzeichnungen des NSDAP-Chefideologen 1934-1944

Buchpräsentation und Diskussion

Eine gemeinsame Veranstaltung der Forschungsstelle für Zeitgeschichte (FZH) und des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ)

Seit 1946 verschollen, wurden die Tagebücher des NSDAP-Chefideologen Alfred Rosenberg erst vor kurzem aufgefunden. Rosenbergs Aufzeichnungen zeigen, dass seine Rolle bei der Vorbereitung und Umsetzung des Holocaust lange unterschätzt wurde...

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15.04.2015 (Wednesday)

„Jüdisches Hamburg heute - Renaissance, Realität oder Rückschau?“

19:00–21:00

Das Netzwerk „Jüdische Geschichte und Kultur in Hamburg“ lädt ein zur
Podiumsdiskussion über „Jüdisches Hamburg heute - Renaissance, Realität oder Rückschau?“
am 15. April 2015 um 19 Uhr im Institut für die Geschichte der deutschen Juden.

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26.02.2015 (Thursday)

Jüdischer Filmclub: Wie die 5 Finger einer Hand/ Comme des 5 Doigts de la Main

19:00

Frankreich 2010, 112 Minuten
Französische Originalfassung mit englischen Untertiteln
Regie: Alexandre Arcady

Im Rahmen des vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden gegründeten Jüdischen Filmclubs.

Der Film ist verbunden mit einer kurzen wissenschaftlichen Einführung von Julia Schumacher (Hamburg) vor, sowie einer Diskussion nach dem Film.

 

Die fünf Brüder Dan, David, Jonathan, Julien und Michael sind zusammen bei ihrer verwitweten Mutter aufgewachsen. Einer von ihnen hat die Familie jedoch schon recht früh verlassen, um sein eigenes Süppchen zu kochen. Nach sechs Jahren taucht David, der verlorene Sohn, plötzlich wieder auf. Im Schlepptau hat er nicht nur ein paar übellaunige Verfolger, sondern auch die Polizei, die nach ihm fahndet. Um sich zu schützen, schlüpft er bei seinen Brüdern unter. David enthüllt ein schreckliches Geheimnis...

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