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Passed Courses

Wintersemester 2013/2014

Hauptseminar

PD Dr. Andreas Brämer und Dr. Stephanie Kowitz-Harms
Juden im Hamburger Raum ca. 1600 bis 2000
Lehrveranstaltungs-Nr. 54-321

Dieses Hauptseminar befasst sich mit der Situation der Juden in Hamburg seit den Anfängen um 1600 bis zur Gegenwart. Thematisiert wird der Beginn der jüdischen Zuwanderung nach Hamburg und Altona, die Phasen der rechtlichen Gleichstellung und gesellschaftlichen Integration, die Jahre der Ausgrenzung und Verfolgung sowie der Neubeginn nach 1945. Es soll darum gehen, das Verhältnis von Juden und Christen in der Hansestadt in historischer Perspektive zu betrachten, ohne die spezifische innere Vefasstheit der im Hamburger Raum beheimateten jüdischen Gemeinde(n) aus dem Blick zu verlieren.
Geplant sind neben regulären Sitzungen auch Kurzexkursionen zu Stätten jüdischen Lebens in Hamburg (z.B. Grindelviertel, jüdischer Friedhof Altona, Synagoge Hohe Weide) sowie eventuell Besuche im Staatsarchiv und im hamburgmuseum.

Literatur:
Arno Herzig, (Hg.), Die Juden in Hamburg 1590 bis 1990, Hamburg 1991; Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Hg.), Das Jüdische Hamburg. Ein historisches Nachschlagewerk, Göttingen 2006; Ursula Wamser, Wilfried Weinke (Hg.), Eine verschwundene Welt. Jüdisches Leben am Grindel, Springe 2006

Übung

Dr. Beate Meyer
Stolpersteine im Grindelviertel
Lehrveranstaltungs-Nr. 54-233 in Kooperation mit Public History

Mehr als 4.400 Stolpersteine sind mittlerweile in Hamburgs Gehwege eingelassen worden. Sie halten die Erinnerung an die Opfer der NS-Herrschaft wach. In der Regel sind der Name, der Geburtsjahrgang, das Deportationsziel und das Todesjahr eingraviert. Doch welche Verfolgungsschicksale
verbergen sich hinter diesen kargen Daten? Die zweisemestrige Veranstaltung besteht aus einer Übung und einem Projektkurs. Nach einer Einführung in das Projekt Stolpersteine werden auf der Grundlage einschlägiger Forschungsliteratur die NS-Judenverfolgung/Deportationsgeschichte
referiert und diskutiert. Im stark anwendungsorientierten Projektteil erforschen und schreiben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend eigenständig Biographien mit dem Ziel, diese zu veröffentlichen. Dabei lernen sie die Arbeit in Archiven kennen, recherchieren in Nachschlagewerken und korrespondieren evtl. mit Angehörigen der Ermordeten.

Vorgehen:
Eingeladene Gäste stellen das Projekt Stolpersteine vor; Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer stellen Forschungsergebnisse vor; gemeinsamer Besuch des Staatsarchivs; Einzel- oder Gruppenarbeit an den Biographien.

Literatur:
Beate Meyer (Hg.): Die Verfolgung und Ermordung der Hamburger Juden 1933-1945. Geschichte, Zeugnis, Erinnerung, Hamburg 2007.